Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland ist im Jahr 2024 erneut leicht gestiegen. Laut der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik, die am 02.04. von Innenministerin Faeser präsentiert wurde, wurden bundesweit 78.436 Fälle registriert, was einem Anstieg von 0,8 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Deutlich stärker gestiegen ist jedoch der verursachte Schaden: Mit 341 Millionen Euro liegt die Schadenssumme um 25 % höher als im Vorjahr.
Besonders bemerkenswert ist, dass 46 % aller Einbrüche im Versuchsstadium stecken blieben. Ein wesentlicher Grund dafür ist die verbesserte Sicherheitstechnik an Fenstern und Türen, die Einbrecher an einem erfolgreichen Abschluss ihrer Tätigkeit hindert. "Die richtige Sicherheitstechnik stellen die Mitglieder unseres Verbandes her", erklärt Stephan Schmidt, Geschäftsführer des Fachverbandes Schloss- und Beschlagindustrie (FVSB) e.V.
Die Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen stagniert weiterhin bei rund 15 %. Das bedeutet, dass nur etwa 15 von 100 Einbrüchen aufgeklärt werden können. Angesichts dieser Zahlen gewinnt die Prävention durch wirksame Sicherheitstechnik zusätzlich an Bedeutung.
Trotz des erneuten Anstiegs liegt die Zahl der Einbrüche weiterhin unter dem Niveau von 2019 (87.145 Fälle). Dennoch zeigt die Statistik, dass die Zahlen der Versuche sowie der erfolgreichen Wohnungseinbruchdiebstähle mit Beginn der dunklen Jahreszeit im Oktober deutlich ansteigen und bis März auf einem hohen Niveau bleiben.
Die psychologischen Folgen eines Einbruchs wiegen oft schwerer als der materielle Verlust. Viele Betroffene leiden unter Angstzuständen, Schlafstörungen oder posttraumatischen Belastungssymptomen. Während materielle Verluste meist durch Versicherungen ersetzt werden können, bleibt das emotionale Trauma oft langfristig bestehen und beeinflusst das tägliche Leben.
Neben Wohnungseinbrüchen wurden 2024 auch 107.861 Fälle von Diebstahl aus Kellern und ähnlichen Räumlichkeiten registriert. Besonders hochwertige Fahrräder und E-Bikes stehen dabei im Fokus der Täter.
Das empfehlen die Experten
Eine Nachrüstung von Sicherheitstechnik an Fenstern und Türen ist meist mit wenig Aufwand möglich. Informationen zu entsprechenden Produkten und ihren Herstellern bietet der Fachverband Schloss- und Beschlagindustrie unter www.fvsb.de/Der-Verband/Mitglieder/.