Mit der Francesca-Baureihe verfügt Biesse über leistungsstarke Bohr- und Fräszentren für das gehobene Marktsegment, die modernste Technik und hoher Qualität in einer Anlage vereinen. Die horizontalen Anlagen können vollautomatisch bohren, fräsen, senken und Ausschnitte bearbeiten sowie die Wasserstrahlen an Flachglasscheiben und Formstücken.
Mit der Anlage lassen sich Gläser für Interieur und Fassade, z. B. für Balustraden, Geländer und Brüstungen sowie Duschkabinen, Schaufenster, Trennwände, Glastüren u. v.m. schnell und präzise fertigen. Die sichere Bearbeitung von beschichtetem (Low-E) Glas wird durch den Transport mit dem dynamischen Vakuum-Riemen-System ebenfalls ermöglicht, so der Hersteller.
Zur Steigerung der Produktivität ist die Francesca mit unabhängigen Mehrfachspindel-Köpfen für die schnelle, simultane Bohrung von oben und unten ausgestattet. Das erlaubt mit Revolverköpfen einen sehr schnellen Werkzeugwechsel, zudem beinhalten alle Modelle das erweiterte Kühlsystem für Werkzeug und ein Sicherheitssystem mit Laserflächenscanner.
Dazu kommen eine integrierte Kombi-Toolverwaltung, die Glasdickenkontrolle, ein Barcode System und eine DXF-Schnittstelle sowie eine automatische Werkzeugvermessung und Bohrerschärfeinrichtung mit der das CNC-Bearbeitungszentrum ausgestattet werden kann.
Flexibel durch Baukastensystem
Alle Modelle lassen sich auch an die Wünsche und Anforderungen der Glasverarbeiter individuell anpassen und konfigurieren. Die einzelnen Modelle unterscheiden sich in ihrer Größe und Leistungsfähigkeit. Mit Diamant-Bohrern lassen sich Bohrungen bis zu einer Glasdicke bis 19 mm vornehmen und Löcher mit einem maximalen Durchmesser von 65 mm (optional 70 mm) bohren. Größere Durchmesser und freie Konturen sind mittels der Wasserstrahl- oder Fräsfunktion problemlos herstellbar.
Für eine hohe Bearbeitungsqualität und kurze Taktzeiten wird die Bohrgruppe von zwei – bei den FC 32-Modellen von vier – senkrecht gegenüberstehenden Multi-Spindel-Bohrköpfen gebildet, von denen jeder acht Werkzeuge aufnehmen kann. Die Konstruktion ermöglicht die Rotation von jeweils nur einer Spindel mit extrem hohen Drehzahlen – ohne Vibrationen.
Das leistet die Francesca noch
Die Arbeitstiefe beträgt modellabhängig in der Breite maximal 1250 mm, 1600 mm, 2000 mm, 2600 mm oder 3300 mm und ist in der Länge theoretisch ohne Begrenzung. Die Positionierung der Bohrlöcher und der Ausschnitte unterliegen im Arbeitsbereich keinerlei Beschränkungen.
Francesca kann im Gegensatz zu vielen herkömmlichen automatischen Bohranlagen auch Glasgrößen bearbeiten, die vom Format her die Arbeitsbreite der Maschine übersteigen.
Eine optionale Glasdickenmessung ermöglicht zusätzliche die automatische Anpassung von Senktiefen (z. B. für flächenbündige Beschläge) an abweichende Dicken und erhöht somit die Bearbeitungspräzision. Der Programmstart erfolgt nach dem vollautomatischen Datenimport. Der Programmaufruf kann auch optional per Barcode-Ansteuerung über ein Netzwerk erfolgen. Für Einzelstücke und spezielle Anpassungen ist eine schnelle manuelle Daten-Eingabe – auch bei laufendem Betrieb – möglich.
Speziell zum Fräsen hat Biesse die Super-Spindel mit einer Drehzahlerhöhung von 9000 U/min auf 12.000 U/min entwickelt. Mit dieser besonderen Spindel reduziert sich der Werkzeugverschleiß, wodurch die Standzeit erhöht wird und Produktivität sowie die Qualität gesteigert werden.
Kleinere Betriebe profitieren von der kompakten, aber starken 1250 H.O. genauso wie mittelgroße Unternehmen von den auf ihre Bedürfnisse abgestimmten modularen Linien mit variantenreichen Modellen, ebenso große Industriebetriebe, bei denen die leistungsoptimierten Hochleistungsmaschinen als automatisierte Systeme Verwendung finden.
Glasverarbeiter können die Francesca kann im Showroom von Biesse auf dem Campus Ulm begutachten, inklusive Live-Vorführungen.

Foto: Biesse